Es ist die in Europa meist verbreitete Art der Sonnen- bzw. Lichtallergie. Bereits im Frühjahr oder nach den ersten ausgiebigen Sonnenbädern kann die Mallorca Akne auftreten. Wobei die Bezeichnung Akne hier nicht

wörtlich zu nehmen ist; es sind keine Talgabsonderungen der Poren, wie zum Beispiel bei Mitessern. Warum die Hautveränderung entsteht und der Körper eine allergische Reaktion zeigt, ist medizinisch nicht exakt nachgewiesen, allerdings ist die Wirkung der UV Strahlen der Sonne die Ursache.

Vorzugsweise im Bereich des Oberkörpers, das heißt Schultern, Dekolleté sowie der Hals sind am stärksten betroffen.

Kleine, stark juckende Hautverdickungen mit einem rötlichen Rand gekennzeichnet oder einfach kleine Hautflecken sind typische Merkmale. In schwerwiegenden Fällen äußert sich die Mallorca Akne in Form von Bläschen oder Blasen auf der Haut. Überwiegend junge Menschen sind davon betroffen, meistens Frauen vom zwanzigsten bis ungefähr vierzigsten Lebensjahr.

 Woher kommt der Begriff Mallorca Akne?

Die Bezeichnung Mallorca Akne bezieht sich nicht im eigentlichen Sinne auf die Insel Mallorca. Überall auf der Welt kann man sich diese Akne zuziehen. Allerdings ist sie vermehrt aufgetreten, als man in Deutschland die Insel Mallorca als bevorzugtes Urlaubsziel entdeckt hatte. Die bis dahin eingeschränkten Reisen in südliche Regionen hatten die Menschen vor dem Befall der Akne bis dahin wohl eher weniger betroffen.

Wer glaubt das durch diese Akne die Haut bereits vor Sonnenbrand geschützt ist, irrt sich. Mallorca Akne schützt weder vor Sonnenbrand noch vor der normalen Bräunung der Haut. Nach wie vor muss die Haut vor diesen Einflüssen der Sonne geschützt werden bzw. sollte man bis zum Abheilen der Akne die Sonne entweder ganz meiden oder nur kurze Sonnenbäder nehmen. Denn schließlich möchte man den Urlaub genießen und auf das ansonsten gesunde Bad in der Sonne nicht völlig verzichten.

Was tun wenn die Mallorca Akne auftritt

Eigentlich heilt diese Akne von allein ab, jedoch können Kortisoncremes- bzw. Lotions die Zeit der Heilung verkürzen und Beschwerden lindern. Die Kühlung der Haut durch kalte Umschläge ist ein sehr gut geeignetes Mittel den quälenden Juckreiz zu mäßigen. Menschen die extrem unter den Beschwerden leiden, können sich bei ihrem behandelnden Arzt ein Antihistamin verschreiben lassen. Antihistamin wird überwiegend gegen Allergien eingenommen. Es ist ein Rezeptorenblocker der auch bei Magenschleimhautentzündungen sehr wirksam ist.

Wer ganz sicher gehen will diese unangenehme Akne schnell wieder loszuwerden sollte die Sonne ganz meiden. Das Abdecken der befallenden Hautpartien durch Tücher in der Sonne bietet keinen Schutz, da die meisten Textilien UV Strahlen durchlässig sind.

Je konsequenter die Heilungsmaßnahmen durchgeführt werden, umso schneller werden die Betroffenen wieder beschwerdefrei sein. Wer nach Eintritt der ersten Besserung der Haut wieder Sonnenbäder genießt, wird schnell feststellen das die Akne wieder aufblüht und sich das befallene Hautbild erneut zeigt. Ebenso werden die eigentlichen Beschwerden, das heißt der Juckreiz würde wieder auftreten.

Vorbeugungsmaßnahmen gegen Mallorca Akne

Menschen, bei denen die Mallorca Akne bekannt ist, das heißt bereits schon mal aufgetreten ist, können sich durch bestimmte Maßnahmen davor schützen. Die Einnahme von Histamintabletten einige Tage vor Fahrt in den Urlaub oder einige Wochen vor dem Urlaub das Trinken von Calcium können einen gewissen Schutz leisten.

Das langsame gewöhnen der Haut an die Sonne ist sinnvoll, auch dies sollte einige Zeit vor dem Urlaub durchgeführt werden. Da vor allem hellhäutige Menschen von dieser Akne betroffen sind, macht es Sinn die Sonnenbäder zur Gewöhnung an die UV Strahlen zeitlich auszudehnen. Man fängt mit wenigen Minuten an und sollte die Dauer wenn möglich, bis zu 1 Stunde verlängern.

  • Benutze keine synthetische Kleidung, sie lässt im Gegensatz zu Baumwolle oder Leinen fast 50 Prozent der schädlichen Sonnenstrahlen durch. Benutze einen hohen Lichtschutzfaktor bei Ihrem Sonnenschutz.
  • Ätherische Öle in Rasierwasser, Parfüm oder Seife kann die negative Reaktion der Haut beschleunigen. Stark fetthaltiger Sonnenschutz wirkt wie Glas auf der Haut, auch dies sollte man durch weniger fetthaltigen Sonnenschutz ersetzen.
  • Man sollte sich nicht der prallen Sonne aussetzen sondern sich im Schatten aufhalten. Selbst dort sind die schädlichen UV Strahlen aktiv, allerdings stark reduziert.
  • Wer mit Kleinkindern Urlaub in der Sonne macht sollte beachten, dass die besonders empfindliche zarte Kinderhaut extrem anfällig für UV Strahlen ist. Eine Kopfbedeckung und dünne Kleidung sowie ein Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor sollten selbstverständlich sein.
  • Kinder die im Wasser planschen müssen in relativ kurzen Zeitabständen immer wieder neu eingecremt werden. Wasser wirkt wie ein Reflektor auf der Haut und verstärkt die Reaktion der UV Strahlen.
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