Es ist alles vorbereitet und die Aufregung ist groß. In wenigen Tagen geht sie endlich los, die langersehnte Jugendreise zum Goldstrand. Doch da sind sie, die kleinen roten Dinger im Gesicht, die alles verändern: Pickel.

Aggressive chemische Mittel zur Beseitigung können unter Umständen die Haut reizen. Sie verleihen dem Gesicht schon vor der Fahrt eine Sonnenbrandfarbe, was mindestens so unschön ist wie ein Pickel auf der Nasenspitze. Also muss es eine sanfte und natürliche Art der Pickelbeseitigung sein.

Was ist Heilerde?

Heilerde ist eine der ältesten und sanftesten Methoden gegen Mitesser und Pickel. Bereits im Mittelalter war die heilende Wirkung von Tonerde bekannt und wurde medizinisch genutzt.

Obwohl der Name etwas anderes vermuten lässt, ist Heilerde ein bräunliches Pulver, das aus Ablagerungen gewonnen wird. Diese finden sich in Lössboden. Heilerde wird auch Mineralerde genannt, da sie viele wichtige Mineralien und Spurenelemente enthält. Heilerde fördert die Durchblutung und beseitigt Schadstoffe und Hautunreinheiten. Aufgrund dieser Eigenschaften ist Heilerde ein effizientes Mittel gegen Pickel.

Die Anwendung der Heilerde

  • Das Heilerde-Pulver wird in kaltem Wasser angerührt, bis es eine breiartige homogene Konsistenz aufweist. Um die Wirkung der Paste zu verstärken, sollten noch einige Tropfen Calendula-Öl untergemischt werden.
  • Im Anschluss wird die Masse dünn auf die Gesichtshaut aufgetragen, wobei die Augenpartie frei bleiben muss.
  • Die Paste verbleibt bis zur vollständigen Austrocknung auf der Haut. In der Regel ist die Maske nach dreißig Minuten trocken.

Durch den Austrocknungsvorgang entsteht ein Sog, der überflüssige Gewebeflüssigkeit und entzündete Pickel aus der Haut zieht. Die feine Heilerde bindet die so entfernten Schadstoffe. Auf der Haut entsteht dabei ein leichtes Spannungsgefühl. Wer sich nicht sicher ist, ob der Trockenvorgang abgeschlossen ist, sollte auf die Farbe der Gesichtspaste achten. Erst wenn sie eine gräuliche Farbe angenommen hat, ist sie wirklich trocken.

Tipp: Aloe Vera gegen Pickel

Es ist sehr wichtig, dass Anwender bis zur vollständigen Austrocknung warten, da nur so der für die Pickelentfernung notwendige Sog erzeugt wird. Die getrocknete Maske soll nicht abgewaschen, sondern abgebröselt werden. Sind alle Krümel entfernt, wird die letzte Schicht mit lauwarmem Wasser heruntergewaschen.

Nachdem die Gesichtsmaske entfernt wurde, hat das Gesicht eine rötliche Farbe angenommen. Dies ist jedoch normal, da durch den Sog der Heilerde das Gewebe unter der Paste erhitzt wird. Dieser Prozess fördert die Durchblutung der Gesichtshaut und regt den Stoffwechsel an. Daher empfiehlt es sich, die Gesichtsmaske aus Heilerde vor dem Zubettgehen aufzutragen. So hat die Haut nach der Anwendung genügend Zeit zur Regeneration und die roten Flecken auf dem Gesicht verschwinden bis zum Morgen.

Fazit: Heilerde ist kein Expressmittel gegen Pickel

Pickel sind immer da, wenn sie am wenigsten gebraucht werden. In Apotheken und Drogerien werden unzählige Akne-Mittel vorwiegend auf chemischer Basis anboten. Jedoch sind diese Produkte in der Regel nichts für eine empfindliche Haut. Allergiker haben daher stets Probleme, ein wirksames Mittel gegen Pickel zu finden.

Eine Alternative besteht darin, die Pickel mit entsprechender Kosmetik abzudecken. Allerdings führt das meist dazu, dass gerade jetzt die Pickel besonders zur Geltung kommen und die Blicke auf sich ziehen. Jedenfalls führt ein Pickel insbesondere bei besonderen Anlässen zu einem subjektiven Unwohlsein. Betroffene fühlen sich beobachtet und grenzen sich aus.

Tipp: Hilft Teebaumöl wirklich gegen Akne und Pickel?

Natürlich ist Heilerde kein Expressmittel gegen Pickel. Eine einmalige Anwendung genügt auf keinen Fall zur Beseitigung der pickeligen Störenfriede. Zwar fühlt sich die Haut bereits nach der ersten Anwendung wunderbar weich und frisch an, aber die Pickel sind immer noch da. Um die Pickel nachhaltig zu beseitigen, muss die Anwendung alle drei bis vier Tage wiederholt werden. Nach Ablauf von zwei oder drei Wochen müssten die Pickel schließlich verschwunden sein. Durch die regelmäßige Anwendung von Heilerde wird die Gesichtshaut zusehends reiner und die Poren verstopfen nicht mehr.

Heilerde-Tipp

Wenn einige Zeit verstrichen ist und die Pickel verschwunden sind, sollte die Anwendung von Heilerde nicht beendet werden. Insbesondere, da Heilerde nicht nur eine reinigende Wirkung hat, sondern zudem die Haut auch mit wichtigen Mineralien und Spurenelementen versorgt, sollten Anwender die Behandlung mit Heilerde prophylaktisch fortführen.

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